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Newsletter 03/2008 | Montag, 16. Juni 2008 | Hugoldsdorf
 
 



Hallo alle zusammen,

viele Fragen beschäftigen uns zur Zeit.
Warum machen wir das alles? Und was eigentlich?

In gewisser Hinsicht geht es uns hier in Hugoldsdorf um nichts – besser vielleicht darum, ein Nichts zu verwirklichen. Ein Nichts, das erst durch einen konkreten Menschen zu Etwas wird. Ein Raum, in dem das Neue und Zukünftige auf die Welt kommen kann – der Freiraum.

Diesen Freiraum zu entwickeln fühlt sich für uns manchmal so an, als ob es ein Nichts ist, was wir in der Hand halten, gestalten und verantworten wollen. Wir haben nichts in der Hand … und machen trotzdem weiter. Warum?

Vor allem, weil wir seit 5 Jahren immer wieder enorm positives Feedback bekommen. Weil es offensichtlich auf ein Bedürfnis von Menschen stößt, die uns ermutigen, weiter zu machen. Vielleicht auf ein Bedürfnis nach einer Welt, in der ich selbst vorkomme, in der ich angefragt bin.

Aber auch, weil wir selbst die Frage „Wer bin ich?“ verbinden wollen mit der Frage „Was tue ich?“. Weil wir in einer Schule, in der es darum geht Mensch zu werden, Lehrer sehen, die das leben; die sich als Menschen weiterentwickeln – die selbst Schüler des eigenen Menschseins sind.

Unser Freiraum in Hugoldsdorf ist ein Lernort, ein Erfahrungsfeld, ein Übungsplatz, ein Begegnungsort, ein Angebot, ein Potential.

Nichts ist fertig, alles wird.

Florian Lück

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Gästebuch Hugoldsdorf | M. Vollmer

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Hier brauchen wir Hilfe:

Einkommen:
Beteiligen Sie sich ab 5,- Euro pro Monat an unseren Einkommen.

einkommen
>>> mehr

Projekt "Kultur-Baracke":
Eine Unterkunft für Gruppen, ein Saal mit Bühne, eine große Wiese zum Zelten > eine ideale Ergänzung zu den bisherigen Möglichkeiten vor Ort.

Wir sind noch in der Planung der Inbetriebnahme. Schätzungsweise
4000 Euro benötigen wir für Fensterreperaturen, Stromanschluss und den Sanitärbereich.

Im Herbst könnten wir die Baracke für zwei Schulklassen als Unterkunft bereits gebrauchen.
>>> mehr



Hier wollen wir ab jetzt kontinuierlich darüber informieren, wo man uns finanziell helfen kann. Das Thema Geld gehört genauso wesentlich zu captura wie Fragen nach Freiheit und Menschsein.

   
 

Inhalt | Newsletter 03/2008:

 
 

Einleitung

captura:
Pfingstfest & Arbeitswoche
Das alte Gutshaus
Die Kulturbaracke
Besuch einer Schulklasse
Ausblick

Website:
neue, alte Fotoalben

Umkreis:
Yip
Engage08
Grundstein Neukirchen
4. Kölner Kongress



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Gästebuch Hugoldsdorf | Pfingsten2008 | C. Holbein

 
 
 
 


captura – Pfingsten2008

Durch die Tagungen in den vergangenen Jahren war die Zeit um Pfingsten immer eine sehr besondere für uns. Hier fand im Zusammenhang mit captura der Jahreswechsel statt. Die Arbeit über das Jahr strebte auf die Tagungen zu, hier zentrierte sie sich, es zeigten sich ihre Früchte. Die Zeit nach den Tagungen lag erstmal im Nebel. Es war im Vorfeld in keiner Weise deutlich, was sich aus den Tagungen entwickeln wird und will.

Das diesjährige Pfingstereignis war schon im Vorfeld stark von Nebel umhüllt. Immer wieder rangen wir um die Intention unseres Vorhabens. Zu was laden wir ein? Die Frage nach Schule hat sich durch den Freiraum erstmal wie aufgelöst. Und doch taucht sie manchmal leise wieder auf. Ist das, was wir machen Schule? Eröffnen wir an Pfingsten unsere Schule, die schon längst begonnen hat? Und wie definiert sich diese Schule? Es gibt nach wie vor kein Konzept, kein Programm, keine vorgegebenen Strukturen. Und doch kommen Menschen, jeden Alters, arbeiten, lernen und leben hier. Durch jeden Einzelnen findet Veränderung statt. Jeder ist freiwillig da.

Rund 60 Menschen kamen zum Pfingstfest. Inhalt waren die Menschen, das Kennenlernen des Ortes und das Entdecken seiner Möglichkeiten. Der Grund dieses Ortes hier als neuen captura-Stützpunkt wurde deutlich. Die Begründung wurde gelebt. Viel Begeisterung wurde dem Ort entgegengebracht. Möglichkeiten wurden gesehen, die auch in den Menschen Neues wachrüttelten. Genauso war auch etwas, schon durch die vergangenen Tagungen Bekanntes anwesend. Es war die Qualität der Begegnungen. Ernsthaftigkeit, Würde und Anteilnahme dem anderen in seinem Dasein zuzusprechen.
Für uns wesentlich war die Kraft, die sich durch das Pfingstfest freilegte. Eine Kraft, die uns Richtung gibt, hier weiterzugehen. Es hat sich etwas geöffnet, das nicht bestimmend aber auch nicht orientierungslos ist.


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Gästebuch Hugoldsdorf | Pfingsten2008 | C. Lerner

Diese Richtungskraft verstärkte sich durch die an das Fest anschließende Arbeitswoche. Ein möglicher Alltag des Freiraums zeigte sich. Zu Beginn wiesen wir auf Tätigkeitsmöglichkeiten hin. Das Bedürfnis nach einem strukturierten Tagesablauf war nicht da. Verabredungen entstanden, wo sie notwendig erschienen. Es wurde viel geschafft. Vordergründig am und im alten Gutshaus, das sich mit der Zeit mehr und mehr als captura-Stützpunkt entwickeln soll, und auf dem davor liegenden Rondell.
Es wurde in einer Selbstverständlichkeit gelebt und gearbeitet. Die Arbeitsimpulse waren authentisch. Kartenspielen in der Sonne hatte genauso seine Berechtigung wie ein Gespräch oder die konkret praktische Arbeit.
Es wurden Themen bewegt, wie: Wie erlebe ich mich in der Arbeit, ohne dass mir jemand vorschreibt, diese zutun? Welche Qualitäten werden dadurch deutlich?  

Die captura-Schule ist geöffnet, erweitert worden. Man kann aber nur von einer Schule sprechen, wenn man das Wesentliche des Begriffs Schule vor der eigentlichen Begriffsfindung sieht. Der Begriff an sich ist tot. Lebendig ist das, was noch nicht in seiner endgültigen Form dasteht. Was ist Schule? Was ist captura?

Friedel Reinhardt

album > Bilder von Pfingsten

Text von Börje Marold:
"Zweiter Akt, dritte Szene. Es war eine große Szene, es gab keine Statistenrolle.
captura im Hier und Jetzt. Präsenz, Freiheit. ...mehr"

Dokumentation:
Wir werden eine kleine Dokumentation zu Pfingsten erstellen. Wer da war, und noch etwas dazu schreiben will, ist herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Zur Dokumentation gibt es eine Website.

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Gästebuch Hugoldsdorf | Pfingsten2008 | V.Ferez/Brasil


 

Das alte Gutshaus

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Pfingsten war ein weiterer Schritt in Richtung des alten Gutshauses. Es soll einmal der Stützpunkt für captura werden.

Es handelt sich um ein sehr rätselhaftes Gebäude. Die bauernhausartige Außenmauer ist datiert auf 1769. Allerdings erscheint es so, dass diese Mauer um etwas Älteres herumgebaut wurde. Das bekannte Kreuzgewölbe wirft Fragen auf, die in der Geschichte noch viel weiter zurückführen. In der Zeit der DDR wurden zahllose Trennwände eingezogen, Altes vermauert und zubetoniert. Zwei Dachgauben aus dieser Zeit zerfielen und liessen Wasser ins Haus, was zahlreiche Decken und Balken zerstörte. Eng, atemlos, feucht und düster wirkte bis jetzt alles.

In der Arbeitswoche nach Pfingsten begannen die ersten Freilegungen. Zum einen von außen, so dass ein altes Pflaster wieder zum Vorschein kam und dann im Inneren mit der Sicherung einsturzgefährdeter Bereiche und dem Herausnehmen einiger Wände und Decken aus der DDR-Zeit.

Diese Arbeit setzte in den letzten Wochen Nils, der noch bis zum Sommer hier mit an Bord ist, immer intensiver fort. Decken verschwanden, Feuchtstellen wurden freigelegt, die alten Gebäudestrukturen kamen mehr und mehr ans Licht.

Diesen Sommer wollen wir das Dach ersteinmal dicht bekommen. Dann ist es höchste Zeit, das wir uns mit dem Denkmalschutz zusammensetzen. Je nach dem, ob wir Spender finden, könnten wir mit der Reperatur des Dachstuhles und dem Austausch von durchgefaulten Deckenbalken beginnen.

Bald mehr dazu.

Florian Lück

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Die Kulturbarracke

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Gruppenquartier, Zeltplatz, Theater, Arbeitsräume, Küche, Festräume, Versammlungsort für 100 - 150 Menschen - direkt am Rand des Gutsgeländes.

Die Baracke wird entweder abgerissen und der Sportplatz als Ackerland genutzt - oder wir schaffen es, sie zu erhalten. Besitzer ist die Agrar-GmbH Hugoldsdorf, von der wir grünes Licht haben, die Baracke und das Gelände zu nutzen, wenn wir sie pflegen.

Arbeitskraft und Zeit können wir investieren und es gibt erste Möglichkeiten, wo wir die Baracke sinnvoll nutzen könnten. Im Herbst z.B. kommen zwei Schulklassen zum Feldmessen - die Baracke wäre die ideale Unterkunft ...

Um einen nächsten Schritt weiter zu kommen muss ein neuer Zählerschrank für die Stromversorgung gesetzt, kaputte Fensterscheiben erneuert, die Wasserleitungen gewartet und vier Duschen eingebaut werden. Und wir bräuchten eine erste Warmwasserlösung.


Die Glaserarbeiten, die Stromanbindung und die Sanitäreinrichtungen werden ca. 5000,- Euro kosten. Im nächsten Jahr würde dann eine langfristige Lösung für Heizung und Warmwasser und eine Erneuerung der Elektrik anstehen.

Wer hat Lust, uns bei dieser Finanzierung zu helfen?

Für weitere Fragen zu diesem Projekt stehe ich jederzeit zur Verfügung,

Florian Lück

flo_lueck@captura-online.de | Tel. 038320 / 649871 | Handy 0179 / 7011080


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Eine weitere Form hier zu sein oder:
Eine Schulklasse in Hugoldsdorf
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In der Zeit vom 29. – 31. Mai besuchten uns hier auf dem Gutsgelände in Hugoldsdorf 25 Sechstklässler mit ihren 3 Lehrern/Lehrerinnen und 3 Begleiterinnen. Von ihrer Schule aus, der Windrather Talschule in Langenberg, waren sie zwei Wochen zuvor mit dem Zug nach Lübeck gefahren. Von dort aus radelten sie mit dem Fahrrad an der Küste entlang durch Mecklenburg-Vorpommern.
Hier angekommen, verwandelten sie die Wiese auf der Südseite des großen Gutshauses in ein buntes und lebhaftes Zeltlager mit Feldküche und Feuerstelle. Gekocht wurde auf einem Gashockerkocher, gespült auf einem Spültisch und gegessen auf einer auf dem Boden ausgebreiteten Plane. Trotz der Unfertigkeit, z.B. der spärlich vorhandenen Sanitäranlagen, war das Zusammenleben mit Klasse gut möglich und unsere Gäste fühlten sich wohl.
Die Kinder tobten durch das Gelände, beobachteten die Natur und zeigten auch für die Geschehnisse hier in Hugoldsdorf große Neugierde.
Am Freitag, den 30. Mai, halfen uns die Schüler und Schülerinnen mit großem Durchhaltevermögen bei dem Transport von Holz aus dem unbefahrbaren Erlenbruch auf dem anderen Ufer der Beeck. Eine Menschenkette von 30 Personen erleichterte und beschleunigte die Arbeit und machte nebenbei noch großen Spaß. Eine kleine Gruppe von Schülerinnen nahm sich einer alten Kastanie an, befreite sie von alten losen Rindenstücken und den Boden um sie herum von Unkraut und altem Laub.
Am Abend wurde gegrillt und eine kleine Feier zum Abschluss der Klassenfahrt veranstaltet, denn schon am Samstagmorgen ging es für die Schüler und ihre Betreuer mit dem Zug zurück in die Heimat.
Für uns und ich denke auch für die Schulklasse war der Aufenthalt hier in Hugoldsdorf bereichernd und wertvoll.

Maria Veron

album > Bilder vom Besuch

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Ausblick

ausblick

Die Frage nach der Prioritätensetzung steht stark im Raum. Das im Frühjahr angefangene Projekt „Kulturbaracke“ will weiter geführt werden, gerade mit dem Blick auf die im Herbst kommenden Schulklassen. Eine Notreperatur vom Dach des alten Gutshauses ist dringend notwendig. Für beide Bereiche benötigen wir noch Gelder.

Für die nächsten Wochen haben sich die unterschiedlichsten Menschen und Menschengruppen angemeldet, die entweder für einen längeren Besuch oder für ein konkretes Arbeitsvorhaben kommen wollen.

> Vergangenes Wochenende gab es im Rahmen von projekt.zeitung ein Treffen.

> Diese Woche ist eine Gruppe von Studenten des Lehrerseminars aus Hamburg zum inhaltlichen und praktischen Arbeiten hier.

> Ende Juni wird das erste Jahr des Michael Tschechow-Studios aus Berlin für ein Probewochenende da sein.

> Gegen Ende der Arbeitswoche an Pfingsten wurde von den Teilnehmern deutlich der Wunsch geäußert weitere Wochen dieser Art im Jahr hier zu veranstalten. Erste Überlegungen in diese Richtung sind getan. Voraussichtlich werden wir für einen Zeitraum im August wieder verstärkt hier nach Hugoldsdorf einladen.

> Außerdem werden wir über den Sommer und im Herbst auf einigen Tagungen und Veranstaltungen unterwegs sein.
| Initiativ-Meeting der Jugendsektion Dornach | festival.forum | 4.Kölner Kongress | An der Zeit II |

Friedel Reinhardt

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Umkreis:


YIP
yip

...a social entrepreneurs training for youth aged 18 to 25: exploring inner and outer aspects of life, whilst developing the skills to make a positive contribution in today's society...

www.yip.se

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ENGAGEMENT und BEWUSSTSEIN 08
Forum 3, Stuttgart, 20. Juli - 01. August 2008

Zwei Wochen intensives Training mit Orland Bishop und Nicanor Perlas
Werde, der Du bist - Sei wer Du wirst

Was bedeutet es jung zu sein? Vor welche Herausforderungen stellt uns unser Bewusstsein, welche Kräfte stecken in ihm und wie erschließe ich sein Potenzial für mein tägliches Engagement?

Eine Zukunft gestaltende Vision von Morgen entwickeln, Heute besser verstehen und eine Weg der persönlichen Entwicklung gehen.

Informationen und Anmeldung auf: www.engage08.de

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neukirchen

Liebe Freunde des Projektes Grundstein Neukirchen!
heute wenden wir uns mit einer Bitte an Euch/ Sie. Für die Sommermonate suchen wir ein oder zwei Menschen, die auf unserem schönen Gelände an der Ostsee leben möchten und uns in unserer Arbeit des Projektes unterstützen können. 

Wir können Hilfe brauchen für kleine Reparaturen, Gartenarbeit, Büro, Hauswirtschaft oder einfach als zusätzlicher Ansprechpartner für unsere Gäste. Wir bieten freies Wohnen auf einem wunderbaren Gelände direkt an der Ostsee, Mitarbeit in einem freundlichen Team und viele Möglichkeiten für kreative, spannende und entspannende Erfahrungen in der Stille oder Gemeinschaft.

Näheres über unser Projekt und unser Programm finden Sie unter www.grundstein-neukirchen.de
Falls Sie Interesse haben, den Sommer bei uns zu verbringen, wenden Sie sich bitte an: 

            Büro Grundstein: 04632- 84 600    oder
            Klaus Dörre: 04632- 87 66 77, Fax -876 678, E-Mail: doerre@maerchen-atelier.de

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4. Kölner Kongress | 12. - 14.Sept.
Zwischen Selbstgestaltung und Anpassung.
Europäische Visionen für Kindheit und Gesellschaft


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Ist es unsere Aufgabe, Kinder in unsere Welt einzugliedern oder ihnen einen autonomen Entwicklungsraum zu schaffen? Die Chancen der Kinder auf positive Entwicklungsbedingungen sind in Deutschland nicht unbedingt gut.
"... Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt/BIP (bleiben) Investitionen in Bildungseinrichtungen in Deutschland hinter dem OECD-Gesamtwert zurück. Mit 4,3 Prozent des BIP liegt Deutschland auf dem 21. Platz von 28 vergleichbaren OECD-Staaten. Dies wird aber teilweise durch einen überdurchschnittlichen Anteil von Privatausgaben im Rahmen des dualen Systems kompensiert. Auch bei der vorschulischen Bildung und der Schule ist der Anteil privater Ausgaben in Deutschland besonders hoch.“ (18.09.07, dpa)

Das mag mit ein Grund für unsere niedrige Geburtenrate sein. Aber auch in anderen Ländern gibt es Bedarf an Ansätzen für eine neue „Kultur des Aufwachsens“ der Kinder – aus der Pädagogik, aber auch aus Gesellschaftspolitik und Wirtschaft. Was können wir dazu beitragen, dass möglichst alle Menschen eine förderliche „glückliche Kindheit“ erleben, die zur Kraftquelle für das restliche Leben wird?

In Köln wollen wir erkunden, wie eine kinderfreundliche Welt auch eine bessere für alle anderen Menschen sein kann – und zwar mit qualifizierten Fachleuten sowie mit jenen, die es heute betrifft: den Kindern und Jugendlichen.

Bitte fordern Sie den Flyer zum Kongress an!

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captura - Schule Zukunft Mensch
Dorfstr. 12 / Gutshaus
D - 18465 Hugoldsdorf

Mail: post@captura-online.de
Tel.:038320 / 649871
Homepage: www.captura-online.de


P.S.: Wenn ihr in Zukunft diesen Newsletter nicht mehr erhalten wollt, tragt euch hier aus.

 
 

 

 

 

 

 

 

Pfingsten in Hugoldsdorf

Zweiter Akt, dritte Szene. Es war eine große Szene, es gab keine Statistenrolle.
Captura im Hier und Jetzt. Präsenz, Freiheit.

Für mich ist klargeworden, dass Freiheit auch gefährlich werden kann. Wenn ich glaube, ich kann sie gerade leben und mich frei fühle, kommt das große Loch, wo plötzlich alles egal zu sein scheint. Aber es ist nichts egal. Irgendetwas drückt von innen und will raus, und ich wusste nicht, was es war.

Als ich am Mittwoch vor Pfingsten in Hugoldsdorf ankam, war die Vorbereitung gerade voll im Gange. Es herrschte eine gewisse fröhliche und erwartungsvolle Atemlosigkeit, die irgendwie Flügel verlieh.
Die Menschen freuten sich auf die dritte Szene im zweiten Akt.
Alltägliches wurde aufgebrochen, das was innen schlummerte, wurde geweckt. Der Ort präsentierte sich für captura, captura zeigte dem Ort, was möglich ist.
Kulturelles und historisches wurde aus seinem Jahrhundertschlaf behutsam herausgeführt, der Ursprung wurde deutlicher. Das passierte schon beim Fest und führte sich über die Arbeitswoche hinweg weiter. Wir haben unseren Teil dazu beigetragen.
Und doch ist Begegnung etwas, dass ich nicht vorher ahnen oder lenken kann. Es veränderte sich alles und nichts. Ich habe mich Menschen nähern können, von denen ich weiter entfernt war, bei einem Mensch stand etwas zwischen der Begegnung, dass ich hätte ansprechen müssen, bei wieder anderen stand jemand drittes dazwischen. Und manche, denen ich gerne begegnet wäre, waren gar nicht da.
So wichtig Begegnung auch ist, ich will mit ihr zum Teil anders umgehen.

Die Arbeitswoche hat gezeigt, dass es möglich ist, dass captura nicht nur in fünf Tagen Ausnahmesituation, wie es bei den Tagungen immer war, sondern auch ein Stück weit in den Alltag mit hinein ermöglicht, sich völlig frei zu begegnen und zu bewegen. Es liegt an einem selbst, was man daraus macht, aber es schreibt einem keiner vor, wie man zu sein hat in dieser Zeit. Und dass sich das Neue daran auch in den Alltag hineinträgt, zeigt, dass eine unheimliche Kraft von captura ausgeht, die Menschen halten oder tragen kann.

Es hat auch eine Veränderung gegeben, denn captura am eigenen Ort ist etwas ganz anderes. Die Möglichkeiten sind andere als in Witten. Das Potenzial des Ortes ist auch etwas anderes als im Ruhrgebiet. Die Kräfte, die aufgebracht werden müssen, gehen in ganz andere Richtung. Und doch geht es wieder um Strukturen, die sich selbstständig gemacht haben. Man steckt nur vielleicht nicht ganz so tief in ihnen drinnen. Aber es kostet Zeit und Kraft, sie wahrzunehmen und mit ihnen umzugehen.

Die Frage, die sich bei mir schon länger regt stand an verschieden Stellen im „Schloss“ an der Wand, und sie war für mich auch im Mittelpunkt der ganzen Veranstaltung: „Was ist der Mensch?“ Darum geht es. Es hat mit Freiheit, Liebe und Würde zu tun.
Alle diese Dinge bewegen die Frage nach der Freiheit, deren Qualität Schiller mit einem Zitat so schön beschrieben hat:
„Schone fremde Freiheit, und zeige deine Eigene!“

Börje Marold, Mai 2008

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Es kommt auf die Begegnung an von Mensch zu Mensch!