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Newsletter 04a/2009 | Freitag, 12.Juni 2009 | Hugoldsdorf
> es folgen zwei weitere Newsletter in den nächsten Tagen

ase
Arbeit sucht Einkommen

Hallo alle zusammen,

Grundlagen haben oft damit zu tun, dass sie nicht sichtbar sind. Zum Beispiel wird mir das Lesen und Schreiben zur Grundlage und was zu Beginn bewusste Anstrengung beim Erlernen war geht in die Gewohnheit über und damit auch ins Unbewusste. Eine Grundlage hat sich gebildet.

Ganz so ist es nicht mit einer der Grundlagen von captura, einer, die eher dahinter liegt.
Ich spreche von den Menschen, die irgendwo in Deutschland leben, ihrer eigenen Arbeit nachgehen, ihr eigenes Lebensumfeld haben und oft gar nicht aktiv auf  den captura-Spielfeldern in Erscheinung treten; wenngleich es diese Fälle genauso gibt.  Diese Menschen beteiligen sich in der Form an captura indem sie von dem Geld, dass sie in ihren Arbeitszusammenhängen erwirtschaften, einen Teil an einen von uns weiterschenken.

Aktuell  schaffen so ca. 40 Menschen (in diesem Jahr mit Hilfe einer Stiftung) drei „Arbeitsplätze“ im Kulturbereich … wenngleich es sich auch um drei ungewöhnliche Arbeitsplätze dreier „Hausfrauen und sonstiger Erwerbsloser“ mit minimalem Einkommen handelt. Trotzdem leben wir, und wir leben gut , und sehen uns in einer Arbeit stehen, die immer wieder zahlreich als Bedarf angefragt wird.

Im Gefühl kommen 10 geschenkte Euros an wie 50. Insofern leiden wir nicht wirklich Mangel, auch wenn es finanziell immer knapp ist. Jedoch haben wir immer wieder den Eindruck, dass im Moment „richtig viel Geld“ nicht die beste Arbeitsumgebung wäre.

Zu unseren Schenkeinkommen arbeiten wir nach wie vor an einem Bericht über die ersten 2 Jahre . Aktuell tippen wir ein längeres Gespräch ab, das Benjamin von projekt.zeitung mit uns dazu führte. Dieses wollen wir vorab veröffentlichen.  Demnächst mehr …

Dass die Situation überhaupt so ist, wie sie ist … dass es bis jetzt möglich wurde, ins finanziell ungesicherte Nichts hinein zu gehen ist einfach immer wieder beeindruckend, schön, mutmachend … Danke dafür.

Aktuell sieht unsere Einkommensituation so aus: Friedel: 499,- / Maria: 549,- / Florian: 579,-

Es werden noch zwei weitere Newsletter folgen: ein Text der einige grundlegende Blickrichtungen unserer Arbeit aufzeigt und anschliessend ein Newsletter zum vergangenen Pfingsttreffen und unseren bevorstehenden Aktivitäten.

Florian
Maria und Friedel

Mehr zum Thema Geld:

Pfingsten:

Pfingsten09
Gespräch an Pfingsten

Für das vergangene Treffen haben wir im Vorfeld 1950,- Euro ausgegeben (Lebensmitel, Getränke, Klein-Materialien). Durch das Café und die Einnahmen für Essen und Betriebskosten kamen insegasmt rund 2750,- Euro zusammen. 500,- Euro haben wir Gottfried Stockmar für Betriebskosten übergeben. Davon wurde gestern direkt die anstehende Rechnung für Brennholz bezahlt. Rund 300,- Euro bleiben somit als Überschuss für die captura-Kasse.

Bedarf am alten Gutshaus - Holzschutzgutachten:

balken
Holzbalken im Gutshaus

Einen kleinen Schritt wollen wir dieses Jahr mit unserem Sorgenkind, dem alten Gutshaus, weiterkommen. Nachdem wir letztes Jahr das Gebäude soweit sichern konnten, dass es jetzt trocken ist, muss jetzt ein Holzschutzgutachter beurteilen, welche Holzbalken ausgetauscht werden müssen. Das Fachwerk ist in keinem guten Zustand und wenn wir mit dem Haus was machen wollen müssen wir neben der Entkernung als erstes das Holzfachwerk wieder Instandsetzen. Nach dem Holzschutzgutachten wird unsere Zimmerei einen Kostenvoranschlag erstellen und danach werden wir nach Wegen suchen, wie wir die Ausbesserung für 2010 oder 2011 realisieren können.

Das Angebot unseres Holzschutzsachverständigen Dipl.Ing. Helmut Metzner, der bereits das „Schloß“ untersucht hat, beläuft sich auf 1800,- Euro plus 6% Nebenkosten, Fahrtkosten zuzüglich der Mehrwertsteuer. Also grob geschätzt 2000 – 2200 Euro. Die untere Denkmalschutzbehörde wird sich an dem Gutachten mit mehreren hundert Euro beteiligen.

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Florian Lück, flo_lueck@captura-online.de, Tel. 0179 / 7011080

Spendenaktion Rasenmäher abgeschlossen:

stiga
Der Neue

Die im Februar von mir ausgerufene Spendenaktion für einen Rasenmähertraktor ist abgeschlossen.  Jedoch haben wir uns hier nach noch ausführlicheren Abwägungen unter anderem mit einem Gärtner aus Hamburg dazu entschieden, später einen Kleintraktor mit Anbaugeräten anzuschaffen und erstmal nur einen guten Handrasenmäher zu kaufen.
So haben wir knappe 1000,- Euro für einen Oberklasse Handrasenmäher mit Frontantrieb der schwedischen Firma Stiga ausgegeben.

Von den 1000,- Euro kamen 375,- Euro an Spenden zusammen von Nils, Yago, Eli und Sebastian  aus Dortmund und Kim-Fabian aus Hamburg. 125,- Euro von mir und den Rest hat Gottfried Stockmar bezahlt.

Es macht Spaß mit dem Neuen und erleichtert die Arbeit spürbar. Die Ergebnisse sind gegriffene Rasenflächen und Wege als Ausgleich zum noch ungreifbaren Wildwuchs auf dem Gutsgelände.

Vielen Dank für die Unterstützung,

Florian

Kulturbaracke:

Wir haben im Juni noch eine private Spende von 500,- Euro bekommen, die wir für notwendige Reparaturen an der Aussenfassade und den Fenstern der Kulturbaracke einsetzen wollen. Evtl. brauchen wir noch Geld für zwei neue Türen, die Maria für den großen Saal in der Baracke bauen will.

Von der Renovierung im letzten Jahr müssen wir noch 1500,- Euro eines privaten Darlehens zurückzahlen, weswegen wir insgesamt für dieses Jahr dort keine großen Maßnahmen mehr angehen.

In der Baracke finden zur Zeit ab und zu private Feierlichkeiten statt. Von Seiten der Gemeinde und des Jugendfördervereins wird sie für Kinder- und Seniorennachmittage genutzt. Auch für das Dorffest im Sommer ist sie angefragt und im Herbst kommt eine nächste Schulklasse zu Besuch.